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 Reiseführer La Palma

max 
Die Insel San Miguel de La Palma, wie sie mit vollem Namen heisst, ist diejenige mit dem am eindeutigsten atlantischen Charakter, der sich im Grün seiner Küste, in seiner ländlichen Architektur mit portugiesischen Einflüssen und im Charakter seiner Bewohner und ihrer Traditionen zeigt. Die Formation, die sich wie ein einziger grosser Berg aus dem Ozean erhebt um auf 2426 Metern Höhe in dem Roque de los Muchachos zu gipfeln, konserviert auf ihren mit dichter Vegetation bedeckten Hängen eine auf dem Bananenanbau und der Bewahrung des Brauchtums beruhende Lebensform.

Die Insel hat keine Industrie und das Leben geht mit einer Ruhe von sich, die den Besucher bald nach der Ankunft ansteckt. Die kanarischen Pinien der Caldera (=‘Kessel’) de Taburiente bilden, zusammen mit den geologischen Formationen, die sie umgeben, die bekannteste und spektakulärste der Landschaften der Kanarischen Inseln. Die im Jahr 1954 zum Nationalpark erklärte Caldera de Taburiente ist eine gigantische Senkung vulkanischen und erosionsbedingten Ursprungs, die das ganze Innere der Insel ausfüllt. Dieser Kessel von 10 km Durchmesser, 28 km Umfang und 1500 m Tiefe bewahrt in seinem Inneren eine vom Menschen unberührte Landschaft, die durch ihre Abgeschiedenheit und Ausmasse beeindruckt. Um den Talkessel in seiner ganzen Ausdehnung zu überblicken, kann man zwischen mehreren Aussichtspunkten wählen: dem von La Cumbrecita, dem von Las Chozas oder dem Roque de los Muchachos, gleichzeitig höchster Berg der Insel, wo sich auch das grösste astrophysische Observatorium der nördlichen Erdhalbkugel befindet. Innerhalb des Kessels gibt es ein Netz von Pfaden, auf denen man Wanderungen unternehmen kann. Ein weiteres Naturdenkmal von grossem Interesse ist der vulkanische Kamm, der La Palma von Nordennach Süden durchzieht. Die sogenannte "Route der Vulkane" verläuft entlang dieser Linie aus Kegeln und Kratern, die am Südende der Insel in dem Vulkan Teneguía gipfelt, wo 1971 die derzeit letzte Eruption auf dem Archipel stattfand.
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